Corona-Pandemie: Pfarrer Powath ruft zu Spenden für seine indische Heimat-Diözese auf

    Erzbischof George Njaralakatt (li.) und Pfarrer Safi Powath (re.).

    Indien kämpft nach wie vor hart mit der zweiten Welle der Corona-Pandemie. Pfarrer Safi Powath bittet daher zusammen mit Erzbischof George Njaralakatt um finanzielle Hilfen für seiner indische Heimat-Diözese Thalassery. Mit dem Geld sollen medizinische Geräte für die Behandlung der Corona-Patienten in den kircheneigenen Krankenhäusern angeschafft werden.

    Am Anfang der Pandemie waren es vor allem die großen indischen Millionenstädte, in denen sich das Corona-Virus ausbreitete. Mittlerweile macht sich die als besonders ansteckende Delta-Variante des Virus aber auch in den ländlicheren Regionen breit. Auch in Thalassery, der Heimat-Diözese von Pfarrer Safi Powath im südwestindischen Bundesstaat Kerala, ist die Lage inzwischen dramatisch.

    Völlig überlastetes Gesundheitssystem

    Das Gesundheitssystem ist auch in Kerala vielerorts zusammengebrochen, die Krankenhäuser sind überfüllt. Es fehlt vor allem an Medikamenten und medizinischen Geräten für die Versorgung der Corona-Patienten. Drei Priester der Diözese sind bereits an Covid-19 gestorben, rund 20 weitere Seelsorger sind schwer erkrankt und werden derzeit behandelt, wie der Erzbischof von Thalassery George Njaralakatt vor kurzem in einem längeren Brief an Pfarrer Safi Powath schrieb. Angesichts der vielen Toten und Schwerkranken herrschen Trauer und große Verzweiflung.

    Kirche baut eigene Corona-Stationen in ihren Krankenhäusern auf

    Unter Hochdruck arbeitet die katholische Kirche in Thalassery daher daran, die von ihr betriebenen Krankenhäuser für die vielen Corona-Kranken auszurüsten. So baut die Kirche derzeit unter anderem im St. Joseph’s Spital in Karuvanchal eine spezielle Station für 50 Corona-Patienten auf. Im Moment fehlen vor allem noch Sauerstoff-Beatmungsgeräte und andere medizinische Apparate für die Versorgung der Schwerkranken. Das hierfür benötigte Geld soll vor allem durch Spenden zusammenkommen, hoffen Pfarrer Safi Powath und Erzbischof George Njaralakatt.

    Lockdown und Monsun verschärfen die Lage zusätzlich

    Während des Corona-Lockdowns haben auch in Kerala viele Menschen ihr Einkommen verloren. Vor allem die Tagelöhner und ihre Familien kämpfen oft um die nackte Existenz. Die Preise für Nahrungsmittel wie Reis, Linsen, Kartoffeln und Öl sind während der Pandemie gestiegen. Die katholische Kirche und ihre karitativen Organisationen versuchen daher, die größte Not zu lindern, indem sie Lebensmittel und Hygieneartikel an die Armen verteilen.
     
    Weiter erschwert wird die Lage durch den Südwest-Monsun, der Kerala jedes Jahr von Juni bis September trifft. Zwar ist der Regen wichtig für Keralas Landwirtschaft, er führt aber regelmäßig zu großen Überschwemmungen und Schlammlawinen, die Jahr für Jahr viele Menschenleben kosten.

    Spendengelder kommen direkt in Thalassery an

    Pfarrer Safi Powath und Erzbischof George Njaralakatt bitten daher gemeinsam um Ihre finanzielle Hilfe für die karitative Arbeit der Diözese Thalassery. Jede Spende wird von Pfarrer Safi Powath direkt an die Diözese weitergeleitet und ausschließlich für karitative und medizinische Zwecke verwendet.

    Die Menschen in Thalassery brauchen dringend unsere Hilfe! Bitte helfen Sie Ihnen durch eine Spende auf das Konto der Kirchengemeinde Weißenau. Herzlichen Dank.

    Spendenkonto
    Empfänger: Kirchengemeinde Weißenau
    BIC-Code: SOLADES1RVB
    IBAN: DE04 6505 0110 0093 6020 99
    Verwendungszweck: „Corona-Nothilfe Indien“

    Bis 200 Euro gilt der Bankbeleg oder Kontoauszug als Nachweis fürs Finanzamt. Bei höheren Spenden stellt das Pfarramt Weißenau auf Wunsch entsprechende Spendenbescheinigungen aus.