Friedenswochen

    Im Rahmen der

    41. Oberschwäbischen Friedenswochen

    die gemeinsam von pax christi – Gruppe Ravensburg, keb Ravensburg e.V., KAB, Agenda EINE WELT Ravensburg, Betriebsseelsorge Ravensburg, DGB Bodensee-Oberschwaben im Haus der katholischen Kirche durchgeführt werden, laden wir zu zwei interessanten Vorträgen ein:

    Welche Welt wollen wir?
    Montag, 17. November, um 19 Uhr. Andreas Zumach, Journalist und ehemaliger UN-Korrespondent. Er gilt als Experte für internationale Beziehungen und Konflikte und befasst sich schwerpunktmäßig mit Sicherheits- und Friedenspolitik, Rüstungskontrolle und Menschenrechten.

    Der Journalist Zumach fragt: Ist eine Welt nach derzeitigen Autokraten, Deals-Machern und Rassisten vorstellbar? Eine Welt, in der gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse das politische Handeln bestimmen? Eine Welt, in der sich das Verhalten der Wählerinnen und Wähler an Fakten und nicht an Fake News, Hasspropaganda und Hetze ausrichtet? Eine Welt, in der Rüstungskontrolle, Abrüstung und Diplomatie vor Aufrüstung, Kriegspropaganda und Militarisierung die Oberhand gewinnen? Eine Welt, in der das Pariser Klimaschutzabkommen umgesetzt und mehr Gerechtigkeit in Deutschland wie auch im globalen Maßstab hergestellt wird? Was ist zu tun, damit das alles keine Illusion bleibt?

    Frieden ist kein Deal, sondern ein Lebensstil
    am Donnerstag, 20. November, um 19 Uhr

    Michael Wielath, Diakon, Redakteur Radio Horeb. Am Beispiel von Ruanda berichtet Diakon Michael Wielath über die Herausforderungen und Chancen eines dauerhaften Friedens nach dem schrecklichen Genozid 1994. Regelmäßig bereist der Ravensburger Diakon das Land im Herzen Afrikas und ist an verschiedenen Versöhnungs- und Friedensprojekten beteiligt.

    Credo, und was glaubst du?

    KonzertChor Ravensburg singt Glaubenszeugnisse aus mehreren Jahrhunderten.

    Spätestens ab dem 4. Jahrhundert, als das Christentum im Römischen Reich zur Staatsreligion wurde, versuchten Konzilien den Glaubensinhalt verbindlich in Worte zu fassen und Spaltungen durch sogenannte Irrlehren zu verhindern. Zum ersten ökumenischen Konzil trafen sich Bischöfe und Theologen im Jahr 325 – also vor genau 1700 Jahren – in Nizäa in der heutigen Türkei.

    Aber wie werden Worte aus vergangener Zeit heute lebendig und konkret? Für den Glauben ist Musik eine der stärksten Ausdrucksformen. Komponisten wie Pierluigi da Palestrina, Joseph Gabriel Rheinberger oder Franz Schubert halten sich in ihren Credo-Vertonungen an den auf Nizäa zurückgehenden lateinischen Text und legen doch in den musikalischen Ausdruck der Chorwerke ihr ganz persönliches Glaubenszeugnis hinein.

    Andere wie Heinrich Schütz (deutsch), Peter Iljitsch Tschaikowsky (russisch) und Robert Ray (englisch) übertragen den Bekenntnistext in ihre eigene Mutter- und Musiksprache oder interpretieren ihn neu, wie Beispiele von Max Reger und aus dem Hillsong Worship zeigen.

    Der KonzertChor Ravensburg

    bringt am Sonntag, 23. November, um 18 Uhr in der Ravensburger Liebfrauenkirche 

    im Rahmen der „Credo-Reihe“ Vertonungen von der gregorianischen Melodie bis zum achtstimmigen Chorsatz und zeitgenössischen Werken zum Klingen. Zusammen mit zwei Textbeiträgen möchte er zum Nachdenken über den eigenen Glauben anregen.

    Karten zu 18 Euro, ermäßigt 10 Euro, mit freier Platzwahl gibt es  an der Abendkasse. Eine Vorreservierung ist unter www.konzertchor-ravensburg.de möglich.

    Der katholische und der evangelische Bischof zum Gespräch in Ravensburg

    Ein besonderes Highlight im Herbst wird der Besuch des evangelischen Landesbischofs Ernst-Wilhelm Gohl und des katholischen Diözesanbischofs Dr. Klaus Krämer sein. Anlässlich des 1700 jährigen Jubiläums des ersten ökumenischen Konzils in Nizäa mit der Formulierung eines berühmten Glaubensbekenntnisses kommen die beiden

    am Donnerstag, 27. November, um 18 Uhr in den Schwörsaal.

    Das Motto des Gesprächsabends lautet: Der Glaube der Kirchen – Der Glaube der Menschen: Geht das noch zusammen? Moderiert wird das Gespräch durch Dr. Martin Hauff und Dr. Michael Schindler.

    Um Anmeldung wird gebeten bei der katholischen Erwachsenenbildung unter www.keb-rv.de oder telefonisch unter 0751 36161-30.