Katholische Seelsorgeeinheit Ravensburg West

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2. Advent - Shirin Ebadi

Lesung: Jes 2, 1-5

Das Wort, das Jes√°ja, der Sohn des Amoz, √ľber Juda und Jerusalem geschaut hat.
Am Ende der Tage wird es geschehen:
Der Berg des Hauses des Herrn steht fest gegr√ľndet als h√∂chster der Berge; er √ľberragt alle H√ľgel.
Zu ihm strömen alle Nationen.
Viele Völker gehen und sagen:
Auf, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn und zum Haus des Gottes Jakobs.
Er unterweise uns in seinen Wegen, auf seinen Pfaden wollen wir gehen.
Denn vom Zion zieht Weisung aus und das Wort des Herrn von Jerusalem.
Er wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen.
Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern.
Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg.
Haus Jakob, auf, wir wollen gehen im Licht des Herrn.

 

Evangelium: Lk 1, 39-55

In diesen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.
Sie ging in das Haus des Zacharias und begr√ľ√üte Elisabet.
Und es geschah, als Elisabet den Gru√ü Marias h√∂rte, h√ľpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erf√ľllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.
Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gru√ü h√∂rte, h√ľpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.
Und selig, die geglaubt hat, dass sich erf√ľllt, was der Herr ihr sagen lie√ü.
Da sagte Maria:
Meine Seele preist die Gr√∂√üe des Herrn und mein Geist jubelt √ľber Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht √ľber alle, die ihn f√ľrchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er st√ľrzt die M√§chtigen vom Thron und erh√∂ht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zur√ľck.

 

Predigt

Liebe Christinnen und Christen,

Die heutige Predigt wäre eigentlich das Ergebnis der Überlegungen von Angelika Böhm.

Angelika Böhm ist seit einer Woche krank und es ist noch nicht klar bis wann sie wieder voll einsatzfähig sein wird.

Deswegen muss auch die Predigt heute von ihr zu unserer Predigtreihe ausfallen.

Sie hat mir noch einige Stichworte zukommen lassen, was Sie Ihnen gerne zu diesem Thema: ‚ÄěDein Friede kommt nicht durch Gewalt‚Äú gesagt h√§tte an dieser Stelle.

Geplant war, dass sie neben dem Text des Magnifikats die Person von Frau Shirin Ebadi Ihnen vorstellt.  ‚Äď Bild auf der Kerze in der Krippe -

Frau Ebadi ist 1947 im Iran geboren.

Sie war die erste Richterin in der Republik Iran und hat sich vor allem f√ľr die Rechte von Frauen und Kindern im Iran stark gemacht.

Im Jahr 2003 hat sie als erste muslimische Frau den Friedensnobelpreis bekommen wegen ihrem unerschrockenen Einsatz f√ľr Demokratie und Menschenrechte im Iran.

Sie hat ihn ganz bewusst ohne Kopftuch entgegengenommen.

Frau Ebadi lebt seit 2009 im Exil in England.

Auch von dort aus st√ľtzt sie die Frauenbewegung im Iran und setzt sich f√ľr Frauen und Kinderrechte ein.

Aus ihrem Exil heraus begleitet sie aber auch politisch Gefangene, die aufgrund ihres Einsatzes f√ľr Menschenrechte im Iran im Gef√§ngnis sitzen.

Aktuell steht sie zu den Frauen im Iran, die sich gegen die Herrschaft der Mullahs auflehnen.

Frau Ebadi ist eine starke Frau, die sich auch in ihrer Religion politisch einsetzt.

Maria ist durch das Magnifikat ein leuchtendes Vorbild f√ľr den Einsatz f√ľr Frauen.

Maria kann aufgrund ihrer Lebensgeschichte auch als K√§mpferin gesehen werden, die sich f√ľr die Rechte von Frauen einsetzt.

Der Zielsatz von Frau B√∂hm f√ľr diese Predigt ist:

‚Ķ er st√ľrzt die M√§chtigen vom Thron und erh√∂ht die Niedrigen.

Frau B√∂hm gr√ľ√üt Sie alle sehr herzlich und verspricht Ihnen, dass sie irgendwann diese Predigt zum Magnifikat nachholen wird.

¬© R. H√ľbschle 2022

 

HIER finden Sie die Predigt im pdf-Format.