Weihbischof von Thalassery dankt bei Gottesdienst in Weißenau für erfolgreiche Corona-Spendenaktion

Sie feierten gemeinsam den Gottesdienst in Weißenau (v.l.n.r.): Diakon Erik Thouet, Pfarrer Safi Powath, Weihbischof Joseph Pamplany und Diakon Ajoy Kunnamkottu

Rund 24.000 Euro kamen bei der Spendenaktion für seine südindische Heimatdiözese Thalassery zusammen, zu der Pfarrer Safi Powath im Juni aufgerufen hatte. Die Gelder fließen in den Aufbau spezieller Corona-Stationen in den von der katholischen Kirche betriebenen Krankenhäusern der Region im südindischen Bundesstaat Kerala. Bei einem Kurzbesuch in Weißenau dankte der Weihbischof von Thalassery Joseph Pamplany nun der Seelsorgeeinheit für ihre großzügige Spende.

Der Weihbischof nutzte eine offizielle Europa-Reise zu einem Kirchenkongress nach Prag, um einen kurzen Abstecher nach Ravensburg zu machen. Damit wollte er sich persönlich bei der Seelsorgeeinheit für die Hilfsgelder bedanken. Zusammen mit Pfarrer Safi Powath und den beiden Diakonen Erik Thouet und Ajoy Kunnamkottu feierte der Weihbischof am Sonntag, den 19. September 2021 in der Pfarrkirche in Weißenau einen Dankgottesdienst. Der Gottesdienst wurde im Ritus der syro-malabrischen katholischen Kirche abgehalten, der die Diözese Thalassery angehört.

Weihbischof Pamplany zeigte sich überglücklich angesichts der großen Spendenbereitschaft der Ravensburger Bevölkerung. Gleichzeitig dankte er den Ravensburgern dafür, dass sie seinen langjährigen Freund Safi Powath bei dessen Dienstantritt mit offenen Armen empfangen hätten. Weihbischof Pamplany und Pfarrer Powath kennen sich seit ihrer gemeinsamen Ausbildung im Priesterseminar von Thalassery. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der Moni-Merk-Band der Kirchengemeinde Obereschach.

Syro-malabrische Kirche geht zurück auf Apostel Thomas

Die syro-malabrische Kirche ist eine mit Rom unierte Ostkirche in Indien, auch bekannt als die Stammkirche der sogenannten „Thomas-Christen“. Im Jahr 52 nach Christi landete der Apostel Thomas in Südindien und gründete eine christliche Gemeinde, die bis heute seinen Namen trägt. Damit könnte die christliche Kultur Indiens durchaus älter sein als die meisten europäischen. Der Name „Syro-Malabar“ ist aus zwei Wörtern zusammengesetzt. „Syro“ steht für die Verbindung der syrischen Kirche, die zur gleichen apostolischen Familie gehört, „Malabar“ ist der traditionelle Name des Küstengebiets in Südwest-Indien, des heutigen Kerala.

In Indien gibt es rund 3,5 Millionen Christen, die der syro-malabrischen katholischen Kirche angehören. Sie leben vor allem im Bundesstaat Kerala, aber auch in den Diözesen Bangalore, Delhi und Madras-Mylapore. Die Erzdiözese Thalasserry wird von Bischof George Njaralakatt geleitet, ihm zur Seite steht Weihbischof Joseph Pamplany.