Firmung

Das Wort kommt aus dem lateinischen " firmare" und hei√üt so viel wie "festmachen, best√§rken". Es ist ein vom Bischof (oder einem von ihm beauftragten Priester) durch Salbung unter Handauflegung gespendetes Sakrament. Mit der Firmspendung bekr√§ftigen die  Jugendlichen ("Firmlinge") ihren Glauben und ihre Zugeh√∂rigkeit zur Gemeinschaft der Kirche und empfangen "die Gabe Gottes, den Heiligen Geist". Die Firmung geh√∂rt neben der Taufe und der Erstkommunion zu den Initiationssakramenten.

Bedeutung der drei Symbole

Handauflegung

Die Hand ist wegen ihrer wichtigen Funktion f√ľr den Menschen bei allen V√∂lkern zum Symbol geworden. Sie bezeichnet eine Macht.Die Hand ist wegen ihrer wichtigen Funktion f√ľr den Menschen bei allen V√∂lkern zum Symbol geworden. Sie bezeichnet eine Macht. Einander an den  H√§nden  zu  halten ist das Zeichen einer festen Freundschaft oder eines g√ľltigen Gesch√§fts. Jemandem die Hand auf die Schulter zu legen bedeutet so viel wie, ich geh√∂re zu dir, ich besch√ľtze dich, ich helfe dir. Die Handauflegung ist sichtbarer Ausdruck der Segensvermittlung. Mit den Worten ‚ÄúLasset die Kinder zu mir kommen, denn f√ľr solche ist das Himmelreich‚ÄĚ, legte Jesus den Kleinen die H√§nde auf und segnete sie. Der durch die Handauflegung vermittelte Segen zeigt sich oft auch √§u√üerlich in den wunderbaren Heilungen Jesu.

Salbung

K√∂nige wie Bisch√∂fe erhalten schon seit hunderten von Jahren durch die Salbung mit √Ėl, ihre Amtsvollmacht √ľbertragen. Die Salbung mit √Ėl bedeutet Segnung, Weihe, Anerkennung durch Gott und eine Auszeichnung vor den Menschen. Gesalbter (Messias - w√∂rtlich √ľbersetzt: der ‚ÄúGesalbte‚ÄĚ) zu sein bedeutete die h√∂chste von Gott kommende und auf Gott hinweisende Auszeichung. In dem Gleichnis vom Barmherzigen Samariter und dem unter die R√§uber gefallenen wird das aus Mitleid gespendete √Ėl zu einem Symbol der Barmherzigkeit. Schon zu Lebzeiten Jesu salbten die Apostel ‚Äúviele Kranke mit √Ėl und heilten sie‚ÄĚ (Mk 6,13). √Ėl dient dar√ľberhinaus als Pflegemittel in den unterschiedlichsen Lebenslagen.

Besiegelung

Besiegelung Unter Siegel kann  sowohl der Pr√§gestempel wie auch sein Abdruck verstanden werden. Siegel dienten der Sicherung des Eigentums. Au√üerdem bedeutet es soviel wie rechtlich beglaubigen, unterzeichnen.   Das Siegel ist etwas ganz Pers√∂nliches. Versiegeln bedeutet die Unantastbarkeit f√ľr andere. In der Versiegelung mit dem Hl. Geist (Eph 1,13) nimmt Gott von dem Menschen offiziell Besitz. Er macht uns stark, gemeinsam mit Christus. Die Besiegelung ist ein symbolischer Hinweis auf die besondere F√ľrsorge Gottes.

Vorbereitung, Treffen, Firmkurs

Das Sakrament der Firmung wird in der Seelsorgeeinheit Ravensburg-Mitte jedes Jahr in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten gespendet. Die Vorbereitung darauf beginnt nach dem Anfang des neunten Schuljahres. Die Jugendlichen des infrage kommenden Jahrgangs werden als erstes zu einem informativen Gespräch mit Pfarrer Giehrl und Pastoralreferent Schoch eingeladen. Dabei werden ihnen die Details und die Struktur des Firmkurses vorgestellt.

Nach der Anmeldung zum Firmkurs treffen sich die Jugendlichen zwischen November und April jeden Monat einen Nachmittag lang f√ľr drei Stunden. Pro Treffen gibt es einen gemeinsamen Start, zwei Arbeitseinheiten mit erwachsenen Gruppenbegleitern in der Kleingruppe, einen gemeinsamen Imbiss und einen Schlussimpuls in der Kirche.

 Themenschwerpunkte sind:

¬∑      Mein Leben und was Gott damit zu tun hat

¬∑      Taufe und mein Zugang zu Kirche, Bibel und Gebet

¬∑      Leben aus der Kraft des Heiligen Geistes

¬∑      ein St√ľck Glaubensweg gemeinsam gehen und Gottesdienst feiern

¬∑      Meine Entscheidung zur Firmung

¬∑      Workshop zum Firmgottesdienst

Zusätzlich verpflichtend ist zum Start die Teilnahme beim JOEL-Jugendgottesdienst, die Teilnahme an drei weiteren selber ausgewählten Veranstaltungen oder Aktionen innerhalb der Gemeinde mit Nachweis und ein persönliches Abschlussgespräch am Ende des Kurses.

Vor der Firmung gibt es eine gemeinsame Probe in der Kirche mit Absprachen zum Firmgottesdienst und Leseprobe.

Eltern und Firmpaten bekommen zum Beginn des Kurses einen Brief mit den Terminen des Kurses und der Bitte um Begleitung und Unterst√ľtzung der Jugendlichen.

 Ansprechpartner:       

  Gemeindereferentin Heike Blick, Tel. 0751/36 19 60    und Pfarrer Steffen Giehrl, Tel. 0751/3524382

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