Ausschuss √Ėkumene

Unter dem Begriff "√Ėkumene" verstand man noch vor 2000 Jahren die gesamte bewohnte Welt. Im Hebr√§erbrief 2,5 bezeichnet das Wort eine ‚Äězuk√ľnftige Welt‚Äú.

In der Alten Kirche hatte der Begriff neben der politischen Bedeutung (R√∂misches Reich) auch eine kirchliche Bedeutung und bezeichnete die Gesamtheit der Christen. Zur Zeit Konstantins trat diese Unterscheidung in den Hintergrund. Eine wesentliche Rolle spielten dabei die sogenannten √Ėkumenischen Konzile deren Entscheidungen f√ľr die gesamte Christenheit und das gesamte Reich gelten sollten.

Nach dem Ende des R√∂mischen Reiches und des Byzantinischen Reiches hatte der Begriff nur noch eine kirchliche Bedeutung. Im 6. Jahrhundert bezeichnete sich der Patriarch von Konstantinopel als ‚Äě√∂kumenisch‚Äú, um seine Vorrangstellung unter verschiedenen √∂stlichen Kirchen zu betonen. Dies erregte heftigen Widerspruch durch Papst Gregor den Gro√üen in Rom.

Seit dem 20. Jahrhundert wird der Begriff "√Ėkumene" f√ľr die christliche √∂kumenische Bewegung verwendet. Hierbei steht vor allem der Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Katholiken und Protestanten im Vordergrund.

Zur Wahrnehmung √∂kumenischer Aufgaben bilden die evangelische Stadtkirchengemeinde und die vier Kirchengemeinden der SE Ravensburg Mitte einen √Ėkumeneausschuss.

Er wird geleitet von Pfarrer Henzler-Hermann (auf dem Foto in der St. Jodokkirche sechster von links) und Diakon Raimund Klenota (ganz rechts).

 

 

√Ėkumene Ausschuss - Sitzung am 19.03.2014

F√ľhrung durch die St. Jodok Kirche. Die Ausschussmitglieder trafen sich in der St. Jodoks-Kirche. Hier f√ľhrte Diakon Herr Raimund Klenota durch die Geschichte der Kirche. Zudem beschrieb er  die katholische Spiritualit√§t anhand einiger Ausstattungsgegenst√§nde. Gegen Ende der F√ľhrung erkl√§rte er die Bedeutung des Patrons der Kirche, St. Jodok.

Sitzung des Gremiums im Pfarrhaus St. Jodok

Besuch der √∂kumenischen Gemeinde Halden in St. Gallen (Tagesordnungspunkt 1)

Im Pfarrhaus stand sodann die weitere Planung des Gremiums zur Diskussion. Herr Klenota ging gleich zu Beginn der Sitzung auf den Wunsch ein, die √∂kumenische Gemeinde Halden in St. Gallen zu besuchen. Dabei gab er auch noch weitere Infos zu dieser Gemeinde. Schnell zeigt sich, dass der √Ėkumene-Ausschuss daf√ľr pl√§diert, diese Gemeinde mit einschlie√ülich 4 Konzilsteilnehmern (Mitglieder aus der Seelsorgeeinheit RV Mitte) zu besuchen.

Reformationsjubiläum (Tagesordnungspunkt 2)

Das Gremium benennt mehrere Aktionen f√ľr die n√§chsten Jahre bis 2017, dem 500 j√§hrigen Reformationsjubil√§um, durchzuf√ľhren.

  • jedes Jahr gemeinsame Aktionen
  • 2017 √∂kumenischer Gottesdienst auf dem Marienplatz
  • miteinander ins Gespr√§ch kommen
  • theologisches Gespr√§ch √ľber Trennendes und Gemeinsames
  • Abendveranstaltung mit Podiumsdiskussion
  • historische Dimension der Reformation
  • Einladung von Bischof F√ľrst in die ev. Stadtkirche zum Reformationssonntag 2015 oder 2016
  • Wie geht es in der √Ėkumene weiter?
  • Gemeinschaftliche kirchenmusikalische Veranstaltung

 

Als √∂kumenische Termine u. Veranstaltungen 2014 sind geplant:  

  • Rutenfestgottesdienst
  • GD bei Ravensburg spielt
  • Gd zur Sichelhenke
  • auf der Oberschwabenschau

Situation der evangelischen Pfarrer beim Kanzeltausch

In einem weiteren Tagesordnungspunkt beschäftigte sich das Gremium mit dem "Kanzeltausch". Es wurde von evangelischer Seite angesprochen, dass beim Kanzeltausch die ev. Pfarrer von der Eucharistie ausgeschlossen sind. Diese Tatsache wird von beiden Seiten als Wunde gesehen. Es lässt sich aber formal nicht ändern, da die Eucharistiefeier fester Bestandteil des katholischen Sonntagsgottesdienstes ist. Es wird vorgeschlagen eine andere Form, wie z. B. eine Agape-Feier in Betracht zu ziehen.

Diakon Herr Raimund Klenota beschließt die Sitzung mit Gebet und Segen.

Ravensburger Erkl√§rung 

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