Friedensteppich

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Einweihung des Friedensteppichs, am 30.9.2017

Nun liegt er also da, in all seiner Länge und Buntheit. Er erinnert an Blumenbeete in ihrer Farbenpracht.

Anfangs war es ja wie bei jeder Geburt, ein kleines Samenkorn ‚Äď eine Idee war da - die auf fruchtbaren Boden fiel. Dieser Boden waren die Herzen vieler Menschen und Gruppen.

Sie holten sich im Mehrgenerationenhaus Stoffst√ľcke ab, sie gestalteten diese und brachten sie wieder zur√ľck. Zusammengen√§ht und unterf√ľttert entstand das Ergebnis.

Jede dieser Personen wollte mit den H√§nden ein St√ľck Frieden gestalten, durch Tun teilhaben, sich mit anderen Friedenst√§tern verbinden.

In dem Teppich sind viele Samenkörner angelegt, ausgestreut. Die können sich vermehren. Der Teppich ist nicht fertig, er kann weiterwachsen.

Es k√∂nnen weiter Stoffst√ľcke abgeholt werden. Neue Bahnen k√∂nnen so entstehen. Der Friedensteppich in seiner Vielfalt will Freude wecken, die Fantasie anregen, will nachdenklich stimmen, will gedeutet und gelesen werden. Manchmal ist er in seinen Aussagen auch unbequem.

Der Friedensteppich möchte Friedensaktionen mit Farbigkeit und Verschiedenheit bereichern. Gesprächsideen können auch durch Auswahl eines einzelnen Teiles entstehen.

Gestalterisch kann er verschieden gelegt werden:

-als lange Bahn -stufenf√∂rmig -als Quadrat, Rechteck oder Kreis -sternf√∂rmig um eine Mitte -√ľber Treppen gelegt  -es gibt auch die H√§ngem√∂glichkeit.

Die Sehnsucht nach Frieden ist eine jahrhundertealte Vision einer Friedenswelt, die noch nicht in Erf√ľllung gegangen ist.

Frieden entsteht nicht von allein.

Ich w√ľnsche dem Friedensteppich, dass er zum aktuellen Friedensthema beitr√§gt. Das kann in Kirchen, in einer Schule, in einer Halle oder einem Rathaus geschehen. Nicht nur in Ravensburg.

Gute Reise, Ravensburger Friedensteppich!

Ilse Knoll, Ravensburg

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