Rucksackprojekt

Es ist ein Projekt, das sich an Migrantenfamilien jeglichen Bildungsstands richtet. Die Eltern erfahren in diesem Projekt in konkreten Handlungsschritten, wie sie Verantwortung f√ľr die F√∂rderung ihrer Kinder √ľbernehmen k√∂nnen- auch wenn sie vielleicht nicht gut deutsch sprechen.

"Rucksack" setzt bei der F√∂rderung der Muttersprache des Kindes an, die die sprachliche Basis f√ľr das erfolgreiche Erlernen der Zweitsprache ist.

Es nimmt in der Regel eine Gruppe von 7 M√ľttern an diesem Modell teil, die alle die gleiche Muttersprache haben. Sie treffen sich ein Kindergartenjahr lang, einmal w√∂chentlich in der Kita. Dort besprechen sie unter Anleitung einer Mutter mit der gleichen Muttersprache, die regelm√§√üig von aussen geschult wird, p√§dagogische Themen und bekommen f√ľr jeden Tag eine bestimmte Aufgabe mit nach Hause.

Diese alltagsorientierten Aufgaben f√ľhren die M√ľtter zu Hause mit ihren Kindern in ihrer Muttersprache durch. Der Grundgedanke bei diesem Programm ist: "Alles Tun wird im Alltag sprachlich erkl√§rend begleitet!" Diesen Leitsatz sollen die M√ľtter verinnerlichen und auch nach Ablauf des Rucksackjahres selbstverst√§ndlich weiterf√ľhren.

In der Einrichtung werden die jeweiligen Themen von den Erzieherinnen zeitgleich in deutscher Sprache behandelt. Die Kinder erkennen die zuhause gelernten Wörter wieder, entwickeln ihre sprachlichen Fähigkeiten und können beim Besprechen der bekannten Themenbereiche mit den deutschen Kindern mithalten.

Das Projekt vermittelt den M√ľttern einen F√∂rderansatz, bei dem sie selbst etwas aktiv f√ľr eine gelingende Zukunft ihrer Kinder beitragen k√∂nnen.