In der Liebfrauenkirche hat sich einiges getan: Die Reinigung der Decken im Schiff und die Malerarbeiten an den Wänden im Kirchenschiff und Chorraum sind abgeschlossen. Die Schutzverglasung an den Fenstern im Schiff zur Seite Wilhelmstrasse als Lärmschutz wurde diese Woche angebracht. Die Fußbodenheizung mit Erdwärme beschickt, läuft seit Mitte Dezember. Altar, Ambo und Stele für die Schutzmantelfrau wurden am 8.Dezember von Bildhauer Landmann aufgestellt. Die Figuren im Obergaden im Schiff und das Mosaik im Chorbogen von Gebhard Fugel wurden gereinigt. Das Gerüst im Schiff ist bereits abgebaut. Der Fußboden ist bis auf einige Restarbeiten verlegt. Am Freitag, 4.02. wird das Chorbogenkreuz wieder an seinem ursprünglichen Platz im Chorboden aufgehängt. Die Restauratoren bearbeiten im Moment die Fresken von Fugel im Chorraum und die Sandsteinteile im Westchor. Nächste Woche wird die Schutzverglasung im Chorraum eingebaut und danach die historischen Fenster von 1415. Anschließend wird das Gerüst auch im Chorraum abgebaut.

Die Baden-Württembergische Bank (BW-Bank) in Ravensburg
unterstützt die Sanierung und Konservierung der gotischen
Glasfenster der Ravensburger Liebfrauenkirche mit 5 000
Euro. Am 15. Dezember 2010 überreicht Alban Stockinger,
bei der BW-Bank verantwortlich für das
Unternehmenskundengeschäft in Baden-Württemberg Süd-
Ost, den Spendenscheck an Pfarrer Hermann Riedle. „Wir
wollen auch in schwierigen Zeiten unseren kulturellen
Beitrag für die Region leisten“, erklärt Stockinger.
Streben in die Höhe, aufgebrochene Wandflächen – das sind
wesentliche Neuerungen in der Gotik. Tageslicht sollte in
den Innenraum strömen. Das Ergebnis war ein
abwechslungsreiches Spiel aus Licht und Farben. So
verwundert es wenig, dass in der Gotik die Glasmalerei ihre
erste große Blüte erfuhr. Das dreiteilige Ensemble aus drei
mittelalterlichen Glasfenstern gehört zu den Schätzen der
katholischen Liebfrauenkirche in Ravensburg. Es ist aus dem
15. Jahrhundert erhalten geblieben und in seiner Gesamtheit
einzigartig in Oberschwaben. Ein Fenster zeigt die Apostel,
ein weiteres Szenen aus dem Marienleben und auf dem
südlichen Glasfenster, dem Ankenreute-Fenster, ist unter
anderem eine Kreuzigungsszene dargestellt.
Seit spätestens Ende des vierzehnten Jahrhunderts prägt die
katholische Liebfrauenkirche das Bild der einstigen freien
Reichsstadt. Von 1350 bis 1380 wurde die ursprünglich
dreischiffige Basilika gebaut. Aus der Anfangszeit sind
neben den mittelalterlichen Fenstern auch das
Sakramentshaus und das Chorgestühl erhalten geblieben.
Um diese Kulturdenkmäler langfristig zu erhalten, müssen
sie dringend geschützt werden. Allein für die Sicherung der
Glasfenster, noch ohne sie zu restaurieren, wird mit Kosten
von rund 100.000 Euro gerechnet. Daher werden dringend
Spendengelder benötigt. „Hier sieht sich natürlich auch die
in der Region stark verwurzelte BW-Bank gefordert“, erklärt
Alban Stockinger. „Als nicht allzu entfernter Nachbar und
traditionell starker Partner der Region im Privatkunden- und
Mittelstandsgeschäft unterstützen wir das Großprojekt
tatkräftig.“ Pressemitteilung der Baden Württembergischen Bank
In den letzen Wochen haben die Restauratoren die Wände in der Kirche gereinigt und neu gestrichen. Die Malerarbeiten werden bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Die Fußbodenheizung ist seit 2.Dezember in Betrieb. So können die Arbeiten auch bei Minustemperaturen außen weitergeführt werden. Am 9. und 10.Dezember wurden Altar, Ambo und die Stele für die Figur der Schutzmantelfrau von Bildhauer Landmann geliefert und aufgestellt. Die Firma Rothkegel hat an 2 der 5 Fenster im Chorraum die Schutzverglasung angebracht, bei 3 Fenstern muss der Restaurator zuerst den Sandstein sanieren. Die Firma Sprinz hat die Vorarbeiten für die Schutzverglasung im Kirchenschiff in Richtung Wilhelmstrasse abgeschlossen. Als nächstes werden die Restauratoren die Fresken von Fugel im Chorraum, die Apostelfiguren im Schiff und das Chorbogenkreuz bearbeiten.
Die Bauarbeiten in der Liebfrauenkirche zügig voran. Der Heizungsbauer hat die Fußbodenheizung fertig gestellt. Es muss nur noch die Wärmepumpe im Heizungskeller installiert werden. Im Außenbereich wurden die Leitungen der Erdwärmebohrungen ins den Heizungsraum verlegt. Der Natursteinleger belegt die Altarinsel mit Rorschacher Sandsteinplatten, Chorraum und Schiff sind schon fertig. Der Restaurator reinigt die Wände im Kirchenschiff, der Chorraum ist schon gereinigt. Als nächste Schritte folgt der Anstrich der Kirche innen und im Außenbereich wird die Pflasterung wiederhergestellt. Der Kirchengemeinderat hat in seiner Sitzung am 27.10. Bildhauer Landmann auch mit der Gestaltung des Ortes der Schutzmantelfrau (Stele, 2 Kerzenständer, Blumenpodest, Opferkerzentisch, Knie- und Sitzbank) und des Buchständers für das Evangeliar beauftragt
In der Zeit vom 5. bis 15.Juli hat die Firma Leuthe die neue Altarinsel und den Boden unter dem bisherigen Gestühlsboden betoniert. Insgesamt waren dafür über 100 Kubikmeter Beton notwendig. Zeitgleich gingen die Vorarbeiten für die Elektro- und Heizungsinstallationen weiter. Als nächstes wird der Rohboden ausgeglichen und für den Einbau der Fußbodenheizung vorbereitet. Inzwischen wurde vom Landratsamt die Erdbohrung für die Fußbodenheizung genehmigt. 10 Bohrungen mit je 150 Meter tiefe sind geplant. Sie werden im August zwischen Kirche und Wilhelmstrasse gemacht.
In der vergangenen Woche hat die Firma Leuthe die Abbrucharbeiten am Fußboden abgeschlossen. Die vorhandenen Nischen der Beichtstühle wurden zugemauert, für die Betonarbeiten wurde im Bankbereich die Eisenarmierung eingebaut. In Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt wurden die Gestaltung der Altarinsel und die Fußbodenhöhe festgelegt, um möglichst viel von den Fundamentfunden im Chorbogenbereich und am Furm zu erhalten. Die Elektrofirma Stotz hat die Leerrohre für Licht, Steckdosen und Lautsprecheranlage verlegt. Die Restfläche wird angepasst und dann die ganze Bodenfläche abgedichtet. Darauf werden die Fußbodenheizung und der neue Steinbodenbelag aufgebracht. Mit dem Bildhauer Landmann aus Merdingen, der die künsterische Gestaltung von Altarinsel und dem Ort der Schutzmantelfrau übernimmt, wurden die Details der Ausführung besprochen.
Liebfrauenkirche hatte im Mittelalter einen Lettner.
Die Renovierungsarbeiten in der Liebfrauenkirche geben einige interessante Einblicke in die Geschichte der Kirche. In den letzten Wochen wurde der Stufenbereich vor dem Chorbogen abgetragen. Vier Fundamente zwischen den Säulen, die sichtbar wurden, hat das Denkmalamt diese Woche untersucht. Es handelt sich um die Fundamente eines Lettners, der aus der Bauzeit der Kirche in de Jahren 1350-1380 stammt. Der Lettner ist ursprünlich die Bezeichnung für das Pult, auf dem das Evangelium verlesen wurde. Später wurde der Name auf die übermannshohe Trennwand übertragen, den den Chorraum, der den Geistlichen vorbehalten war, und das Kirchenschiff trennte. Über dem Lettner befand sich gewöhnlich ein Triumphkreuz. Da diese Wand den Gläubigen die Sicht zum Hauptaltar nahm, errichtete man davor meinst den so genannten Laienaltar, der wegen des über dem Lettner befindlichen Kruzifixes auch Kreuzaltar genannt wurde. Der Lettner war für gewöhnlich gemauert und mit einem oder mehreren Durchgängen versehen. Das große Kreuz hing in Liebfrauen bis 1840 im Chorbogen. Seit 1960 befindet es sich im nördlichen Seitenschiff und soll nach der Renovation wieder im Chorbogen hängen. Der Kreuzaltar befand sich bis 1956 am Ort des ehemaligen Lettners. Auch in der heutigen Stadtkirche lässt sich ein Lettner nachweisen. Die sichtbare Bemalungen an der Wand zum Chorraum geben auch heute noch davon Zeugnis.
Knochenbefunde im Marienschifft bestätigen die Hinweise in einzelnen Urkunden, dass im Mittelalter nicht nur auf dem Friedhof um Liebfrauen Bestattungen bemacht wurden, sondern auch im Kirchenraum selber. Im Kirchenschiff kam unter dem Gestühlsboden die alte Kirchenheizung von 1934 zum Vorschein. Der Zustand der Holzbalken vom Gestühlsboden unter den Bänken war teilweise sehr schlecht. Vor allem im Randbereich zu den Gängen war das Holz komplett morsch. Bei der Renovation wird statt des Holzbodens ein Steinbelag eingebaut unter dem die neue Fußbodenheizung liegt.
Seit dem Baubeginn am 14. April 2010 hat sich einiges getan: die Kirche wurde inzwischen komplett ausgeräumt. Die Hauptorgel, die Figuren und Fresken wurden staubdicht eingepackt. Die historischen Glasfenster wurden ausgebaut und werden nun bei der Firma Rothkegel in Würzburg restauriert. Die Kirchenbänke werden bei der Schreinerei Baur in Friedrichshafen überarbeitet. Die Rohbaufirma Leuthe baut derzeit den Fußboden aus und bereitet den Neuaufbau der Altarinsel vor.
(Stand 25.03.2010)
Unmittelbar nach dem Weißen Sonntag 2010 beginnen die Arbeiten in der Kirche; die meisten Unternehmen für die unterschiedlichen Gewerke werden bis dahin beauftragt, so dass die Vorbereitungsmaßnahmen und Rohbauarbeiten planungsgemäß beginnen können.
In Prüfung ist noch die Maßnahme der Tiefbohrungen im nördlichen Bereich der Kirche.
Für die Gestaltung des Altarraumes gab es einen Künstlerwettbewerb unter 4 Künstlerinnen und Künstlern, der jetzt abgeschlossen ist. Die Modelle und Entwürfe sind bereits von der Kunstkommission der Diözese bewertet und vom Bischof gewürdigt worden. Auch Verantwortliche im Kirchengemeinderat haben bereits eine Einschätzung vorgenommen, so dass dem neuen Kirchengemeinderat ein klares Votum zu Abstimmung vorliegen wird. Danach werden die Modelle der allen Gemeindemitgliedern und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Es ist erfreulich, dass es einen Wettbewerbsentwurf gibt, der in allen bisherigen Erörterungen eine eindeutige und hohe Zustimmung erfahren hat.
Mit diesen Zeilen verabschiede ich mich nach nunmehr fast 7 Jahren Arbeit an den Planungen zur Innenrenovierung der Liebfrauenkirche und wünsche der konkreten Umsetzung ein gutes Gelingen und der Kirchengemeinde Liebfrauen Gottes Segen auf Ihrem Weg.
Dr. Michael B. Merz
Am Sonntag, 29. Nov. 2009, 11 Uhr (nach der sonntäglichen Eucharistiefeier) fand eine Gemeindeversammlung in der Liebfrauenkirche statt. Zu den derzeitigen Planungen hat Architekt Hr. Tobias Gaupp informiert, Mitglieder des KGR-Ausschusses Innenrenovation haben über die geplanten Änderungen im Altarraum berichtet und Fragen aus der Gemeinde beantwortet.
Die Planungen für die Renovation der Liebfrauenkirche laufen auf Hochtouren; in vielen Gesprächen mit dem Architekten, den Verantwortlichen des Denkmalamtes und des bischöflichen Bauamts wurden Vorschläge für die Erhaltung der Fenster und der wertvollen Bausubstanz (z.B. Marienaltar in der Apsis, künstlerisch gestaltete Kapitelle), für die Gestaltung der Bodenbeläge, für den Ort der Marienorgel, für eine besonders herausgehobene Position der Schutzmantelmadonna und vieles mehr erarbeitet. Ein wichtiger Termin ist der 20. Nov. 2009, da hier nochmals Entscheidungen in der Diözesesanverwaltung anstehen.
Nun wird intensiv an den Detailplänen für einzelne Gewerke gearbeitet. Auf verschiedenen Ebenen werden auch an Überlegungen zu einem Heizungskonzept konkretisiert; grundsätzlich geht es um eine möglichst ökologische Lösung, die auch in der Betriebsphase zu günstigen Kosten führt.
Nach der Entscheidung des Kirchengemeinderats und der Zustimmung des bischöflichen Stuhls, eine neue Lösung für die Gestaltung des gesamten Altarraumes zu suchen, wird Ende Nov. 2009 ein Wettbewerb unter Künstlern ausgeschrieben, die Entwürfe für einen neuen Altar, einen neuen Ambo und für neue Sedilien erstellen sollen.
Bis zum Beginn der Maßnahme nach dem Weißen Sonntag 2010 sind noch viele Einzelheiten zu besprechen und abzustimmen; gleichzeitig wird zusammen mit Studentinnen der Dualen Hochschule Baden Württemberg (Mediendesign) ein Kampagne für das Fundraising (Konzept zum Sammeln von Spenden) erarbeitet, dessen erste Ergebnisse bereits vorliegen: So ist bereits der künstlerisch gestalteten Kalender für 2010 zum Preis von 10.- € käuflich, in dem 12 Lichtreflexionen der Glasfenster unserer Kirche in großformatigen Bildern dargestellt sind (erhältlich im Pfarrbüro Liebfrauen, nach den sonntäglichen Gottesdiensten in den Kirchen sowie in einzelnen Buchhandlungen in der Stadt); vom Verkaufspreis sind 5.- € für die Renovierung der Kirche eingeplant.
Die derzeitige Zeitplanung für die Renovierung geht davon aus, dass nach dem Weißen Sonntag 2010 begonnen wird und die Maßnahmen vor dem Palmsonntag 2011 abgeschlossen sein sollen. Der Umfang der insbesondere technisch und aus Gründen des Denkmalschutzes erforderlichen Gewerke macht eine längere Bauphase erforderlich als ursprünglich beabsichtigt.
Die Liebfrauenkirche ist während dieser Zeit nicht zugänglich; geplant sind geführte Besichtigungen nach bestimmten Bauabschnitten und wenn möglich wird ein „Guckloch“ eingerichtet, so dass man von außen ein wenig in die Baustelle sehen kann. Ferner soll über verschiedene Medien regelmäßig informiert werden.
Die sonntäglichen Eucharistiefeiern während dieser Zeit werden um 9.00 und 19 Uhr (1x im Monat als Jugendkirche) in St. Jodok und um 10.00 Uhr in Heilig-Kreuz gefeiert; die werktäglichen Eucharistiefeiern und anderen Gottesdienste werden in St. Jodok gefeiert.
Der Kirchengemeinderat freut sich über jede Zuwendung auf folgendes Spendenkonto (Stichwort „Renovation Liebfrauenkirche“): Konto 101007768 bei der Kreissparkasse Ravensburg (BLZ 650 501 10). Ihre Spenden sind steuerlich absetzbar; Einzelheiten dazu erfahren Sie über das Pfarrbüro.
Seit August 2008 arbeiten Hr. Tobias Gaupp als Projektleiter (Architekturbüro Jauss + Gaupp, Friedrichshafen) und die Mitglieder des Ausschusses Kirchenrenovation an der Spezifizierung des Projektentwurfs. Bis April 2009 müssen fertige Pläne und Kostenberechnungen vorliegen; diese werden im Mai 2009 den diözesanen Gremien vorgelegt - die Bauphase ist für Frühjahr 2010 bis Herbst 2010 vorgesehen.
Anhand des aktuellen Grundrißplans können folgende Umgestaltungen festgehalten werden:
Versetzen der Marienorgel in das vordere nördliche Seitenschiff sowie kleinere Eingriffe in die Orgel, um den Schallaustritt in Richtung Altarraum zu optimieren. Versuche haben ergeben, dass die Klangqualität der Orgel an dieser Stelle signifikant besser ist als an der bisherigen; eine Begleitung von Chören, einer Schola oder von Kantorinnen und Kantoren ist von diesem Standort aus gut möglich.
Die derzeitigen Pläne gehen von einer Temperierung der Kirche mittels Fußbodenheizung aus; die Erwärmung dieser Anlage soll geothermisch erfolgen (Erdwärme). Bisherige Berechnungen sehen in dieser Technik langfristig ein günstiges Kosten-Nutzen Verhältnis, öffentliche Förderungen sind möglich. Ein Fachingenieur erstellt hierzu aktuelle Vergleichsberechnungen.
Die technischen Erneuerungen (Strom, Beleuchtung, Liedanzeiger etc.) werden derzeit ebenfalls von einem Fachingenieurbüro unter energetischen Gesichtspunkten abgeklärt. Es werden Lampen in den bisherigen Deckenöffnungen vorgeschlagen, alternativ wird aber auch eine Lösung mit Pendelleuchten vorgestellt werden.
Die Kunstwerke in der Kirche werden überwiegend gereinigt und in ihrem jetzigen Zustand konserviert; eine Restaurierung ist in den meisten Fällen aus Kostengründen nicht möglich.
In erster Linie betrifft dies die gotischen Fenster in der Apsis; hier ist zusätzlich eine neue Schutzverglasung erforderlich - Gesamtkostenansatz ca. 200.000.- € nur für diese Maßnahme.
Die Fugel-Gemälde (Leben des heiligen Andreas) im Chorraum werden nach Maßgabe der Denkmalpflege gesichert; der Zustand dieser Gemälde ist sehr schlecht, die Gemälde wurden bereits Anfang des 20. Jh. zweimal ausgebessert bzw. übermalt.
Die Kreuzwegstationen werden gesäubert und leicht verändert aufgehängt; die anderen Figuren in der Kirche werden ebenfalls gereinigt und konserviert.
Das große Kreuz wird seinen Platz an einer filigranen Stahlkonstruktion im Chorbogen finden - die genaue Höhe wird noch zu bestimmen sein.
Die neue Altarinsel wird drei Stufen haben, einen neuen Ambo und entsprechende Sedilien. Gewünscht ist ein neuer kleinerer Altar in einer einfachen Gestalt. Es gibt Überlegungen, den bisherigen Altar in den Chorraum zu translozieren und den Flügelaltar entsprechend zu versetzen. Hierzu gibt es derzeit noch Diskussionsbedarf.
Der Aufbewahrungsort der Eucharistie wird künftig das gotische Sakramentshaus im Chor sein.
Die Schutzmantelmadonna soll auf einer Stele aufgestellt werden und etwas von der Wand abgerückt frei stehen. Entsprechende Lösungen für die Kerzenlichter werden noch erarbeitet; ein Beleuchtungssystem soll den Standort (auch farblich) hervorheben und die Figur zur Geltung bringen.
Die Eingangssituation der Kirche wird etwas geändert. Geschlossen wird der nördliche (seit längerem nicht mehr genutzte) Eingang. Bei den beiden ebenerdigen Seiteneingängen an der Westseite der Kirche werden neue Windfänge aus Glas installiert, zumindest von der Herrenstraße aus wird der Eingang behindertengerecht gestaltet (automatische Türöffner). Der Wunsch der Kirchengemeinde einen durchgehenden Windfang unter der Orgelempore einzubauen wird vom Denkmalamt und dem bischöflichen Bauamt abgelehnt.
Das südliche Seitenschiff wird nur noch eine variable Bestuhlung aufweisen; dort wird das Taufbecken neu angeordnet und es werden Beichträume geschaffen. Im Haupschiff und den Seitenschiffen wird die Bestuhlung geändert.
Es wird zwei unterschiedliche Bodenbeläge geben, die einen farblichen Akzent setzen. Ein grauer Rorschacher Sandstein (farblich so wie in der Marienkapelle) soll das mittelalterliche Kirchenschiff bedecken, im Altar- und Chorraum sowie im südlichen Seitenschiff wird ein anders Material gewählt, das eher einen beigen Grundton aufweisen soll. Auf diese Weise soll die ursprüngliche 3-schiffige gotische Architektur unserer Kirche hervorgehoben werden (das südliche Seitenschiff wurde erst später angebaut, die dortigen Säulen erst vor 120 Jahren errichtet).
Im folgenden sind die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs abgebildet, und mit einigen kurzen Hinweisen versehen.
Das Preisgericht fand am 6. Juni 2008 statt; teilgenommen haben daran verschiedene Fachleute und die Mitglieder des Ausschusses Innenrenovation. Die Entscheidungen wurden jeweils mit großer Mehrheit und Übereinstimmung getroffen.